Wie geht es weiter mit der Lüninghauser Straße?

Für 2013 stand das Geld zur Verfügung – ein Trauerspiel der Kommunalpolitik

Lilienthal. Am 28.12.2012 lautete die Überschrift meiner damaligen Pressemitteilung „Die Lüninghauser Straße in Lilienthal wird neu gebaut! Verkehrsminister Jörg Bode stellt das Jahresbauprogramm 2013 auf“. Nun sind fast sechs Jahre vergangen und passiert ist nichts. „Die Förderung ist futsch  – außer Spesen nichts gewesen“, so der örtliche Landtagsabgeordnete Axel Miesner.

Zunächst wird seitens des Fachbereichs Baudienste der Gemeindeverwaltung  alles getan, um die Förderfähigkeit der Straßenbaumaßnahme darzustellen. Arbeit, Gespräche, Wege nach Lüneburg und Beratungen im Gemeinderat. Dann heißt es gegenüber dem Landtagsabgeordneten, „wenn du Geld aus Hannover mitbringst, dann  wird gebaut“. Gemacht, getan – aber dann haben wir „die Rechnung ohne den Wirt gemacht“. Dann wird von einigen Ratsmitgliedern alles versucht, „Sand ins Getriebe“ zu werfen. Statt im Gelingen verliebt  zu sein, sehen einige ihre Aufgabe darin, Projekte zum Scheitern zu bringen.

Nicht die später vorgeschobene Entscheidung des Landkreises, den Haushalt mit dem Eigenanteil seitens der Gemeinde nicht zu genehmigen, war der Grund, sondern der fehlende Mut bei der Entscheidung zu bleiben, die kaputte Straße neu zu bauen. Der Landkreis hat nach Gesprächen zum Ausdruck gebracht, dass die „Wirtschaftlichkeit“ nachgewiesen werden müsse. Bis es soweit war, hat leider eine neue Mehrheit, die sich dann bildete, das ganze Projekt gestoppt. Nur weil Birkenbäume – und dabei bei weitem nicht alle – hätten gefällt und zur Sicherheit der Verkehrsteilnehmer im unbebauten Bereich eine Leitplanke hätte gebaut werden müssen. Dabei werden allerorten bei Straßenbaumaßnahmen Birken gefällt und anschließend neu gepflanzt. Nur in Lilienthal geht immer irgendwie die Welt unter, wenn so verfahren wird.

Was ist in den letzten fast sechs Jahren passiert. Nur Diskussionen, nichts Konkretes. Stattdessen wird der Landkreis gebeten die Straße zu übernehmen. Selbst wenn er sie übernehmen würde, müsste die Straße dann neu gebaut werden – auch mit Zuschüsse seitens des Landes, die man aus besagten Gründen nicht in Anspruch nehmen wollte. Und auch dieses wäre mit dem Fällen von Birkenbäumen und dem Errichten einer Leitplanke verbunden. Glauben denn einige Ratsmitglieder wirklich, dass der Landkreis eine kaputte Straße übernimmt und diese so belässt?

Wir sind nach den vielen Jahren kein Stück weiter –die Straße zeigt sich immer noch von ihrer schlechten Seite – und dabei war alles so gut vorbereitet und das Geld aus Hannover stand zur Verfügung. „Aber was die einen beharrlich verfolgen und umsetzen, schmeißen andere mit ihren Hintern um“, so der Worphauser Landtagsabgeordnete Axel Miesner.

Zusammengefasst ist es ein Trauerspiel der Kommunalpolitik. Es ist die bekannte „Lilienthaler Krankheit“, die hier wieder einmal ausgebrochen ist.