Axel Miesner: Unsere Heimat verträgt keine Erdgasförderung

Seismische Messungen verhindern

Wahlkreis. Die Gemeinden und die Flächeneigentümer sollten klipp und klar zum Ausdruck bringen, dass ihre Flächen, Straßen und Wege nicht für die sog. „Seis­mischen Messungen“ in unserer Region zur Verfügung stehen und nicht befahren bzw. betreten werden dürfen.

Die DEA AG schreibt selbst in ihrer Mitteilung, dass die „Seismischen Messungen“ der Identifikation von Gaslagerstätten dienen. Da in unserem dicht besiedelten Um­land von Bremen aufgrund von Unregelmäßigkeiten bei der Erdgasförderung keine Akzeptanz mehr bei der Bevölkerung vorhanden ist, bedarf es auch keiner vorberei­tenden seismischen Messungen seitens der Erdgasindustrie. Darüber ist es in unse­rer Region zu Erdbeben gekommen, die mit der Erdgasförderung zusammenhängen. Allein das ist ein Grund das ganze Projekt abzulehnen.

Als Vorsitzender des Umweltausschusses im Landtag führe ich Gespräche mit Bürgerinitiativen und erfahre von deren Ängste, Skepsis und Sorgen. In diesen Gesprächen kommen immer mehr Schlampereien, die in der Vergangenheit verschwiegen wurden und aus Unkenntnis gesellschaftlich akzeptiert waren ans Tageslicht, aber heute nicht mehr hingenommen werden.

Die Erdgasindustrie hat selbst durch ihr Verhalten gegenüber der Bevölkerung dazu beigetragen, dass die Förderung in unserer Heimat ein Auslaufmodell ist. Es bedarf daher keiner weiteren Untersuchungen. Städte, Gemeinden und Flächeneigentümer müssen nun zusammenstehen und gemeinsam das Betreten ihrer Flächen verhin­dern.

Gleichzeitig werde ich das LBEG auf die bekannten Ungereimtheiten bei der Erd­gasförderung im Landkreis Verden sowie die Erdbebengefahr hinweisen und darum bitten, keine Genehmigung auszusprechen.